Trauerschwan --- Cygnus atratus


Relativ unbemerkt leben und brüten in den letzten Jahren vermehrt Trauer- oder Schwarzschwäne in Deutschland. Damit sind keine Gehegetiere gemeint, sondern in Freiheit lebende Vögel. Wie viele Trauerschwäne es aktuell in Deutschland gibt, ist nicht bekannt und häufig ist es bei einzelnen Vögeln auch schwierig zu entscheiden, ob sie schon in Freiheit leben oder freifliegend in Haltungen. Die meisten Trauerschwäne gibt es in Nordrhein-Westfalen. Viele der umherstreifenden Trauerschwäne sind Nachkommen von flugunfähigen auf Parkgewässern ausgesetzten Schwänen. Wie bei anderen Neozoen auch sind kaum Einzelheiten über die Lebensweise dieser Art bei uns bekannt. Ursprünglich stammen Trauerschwäne aus Australien. In der ersten Generation brüten daher die meisten der Tiere im Winterhalbjahr. Während der folgenden Generationen passen sie sich jedoch an und brüten meist im hiesigen Frühjahr.

Im Rahmen unseres Neozoenberingungsprogramms haben wir seit 1998 bisher 58 Trauerschwäne beringt (Stand 15.04.04). Die Schwäne tragen entweder einen gelben Fußring mit einem zweistelligen Code und einen Vogelwartenring oder nur den Metallring der Beringungszentrale Hiddensee ("BA" + 6Ziffern). Insgesamt sind Trauerschwäne erstaunlich mobil. Neben Wiederfunden aus Deutschland liegen auch einige Funde aus den Niederlanden vor.


Beringter Trauerschwan Hiddensee BA010896 in Overijssel/Niederlande

Foto: Martin Bonte (2004)



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letzte Änderung dieser Seite : 15.04.04